Schwanger im Büro?

Startseite/Recht/Schwanger im Büro?

Schwanger im Büro zu sein, sollte kein Problem darstellen. Bei der Schwangerschaft an sich handelt es sich um etwas sehr Natürliches, das jedem Arbeitgeber sowie auch Arbeitnehmer bekannt ist. Trotzdem haben viele Frauen Angst davor, ihre Karriere zu gefährden. Bekommen sie während ihrer Erwerbstätigkeit ein Kind, denken viele, ist dies mit dem Job nicht vereinbar. Für genau solche Fälle, die Vereinbarung von Beruf und Familienplanung, gibt es bestimmte Rechte und Pflichten. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich daran zu halten. Ist dies der Fall, kommt es in diesem Zusammenhang nicht zu Komplikationen. Es gibt unter anderem:

  • den Kündigungsschutz
  • das Mutterschaftsgeld und Mutterschutz
  • das Elterngeld und die Elternzeit

Umgang mit der Schwangerschaft im Büro

Sobald eine Büroangestellte ihre Schwangerschaft bemerkt, ist sie verpflichtet, es dem Arbeitgeber mitzuteilen. Zum einen lässt sie sich nicht lange geheim halten und zum anderen ist dies auch nicht nötig. Wer schwanger im Büro oder auch an anderen Arbeitsplätzen ist, genießt gewisse Rechte, sobald der Arbeitgeber informiert ist. In einigen Fällen trat es auf, dass Letzterer ein Attest für diesen Umstand verlangte. Mit sofortiger Wirkung tritt das Mutterschutzgesetz ein, das die werdende Mutter in verschiedenen Punkten stärkt. Hinzu kommt der Kündigungsschutz. Viele im Büro tätige Arbeitnehmerinnen haben Angst, ihren Arbeitsplatz durch eine ungeplante Schwangerschaft zu verlieren. Diese Angst ist unbegründet, denn falls eine Frau schwanger ist und im Büro arbeitet, ist es dem Arbeitgeber untersagt, ihr aus diesem Grund zu kündigen.

Schutz der Schwangerschaft im Büro

Das Recht für Schwangere geht im Office, ähnlich wie bei anderen Tätigkeiten, so weit, dass die werdende Mutter keine schwangerschaftsgefährdenden Tätigkeiten verrichten darf. Das heißt wiederum, dass alle Aufgabenbereiche, die physisch zu schwer oder in einer anderen Form gefährlich für das Kind sind, Kollegen und Kolleginnen übernehmen müssen. Der Vorteil, der sich im Büro bietet, ist, dass es sich oft um Schreibtischarbeiten handelt. Eine körperliche Überforderung ist, wenn die Frau schwanger im Büro ist, also auszuschließen. Doch auch stundenlanges, monotones Sitzen, kann bei Schwangeren Unwohlsein auslösen. In diesem Fall ist der Arbeitgeber verpflichtet, kleinere Pausen zu genehmigen. Hier kann die Frau für die nötige Bewegung sorgen. Ebenso neigen schwangere Frauen zu schnellerem Harndrang. Auch die dadurch nötigen, häufigeren Toilettenbesuche der Mitarbeiterin darf der Arbeitgeber nicht negativ anrechnen.

Elterngeld und Elternzeit im Büro

Sechs Wochen vor bis acht Wochen nach dem Geburtstermin dauert die Mutterschutzfrist an. In dieser Zeit gilt auch bei leichten Bürotätigkeiten Beschäftigungsverbot. In dieser Zeit gibt es Mutterschaftsgeld. Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet, einen zusätzlichen Anteil zu zahlen. Sind die Gegebenheiten im Büro so, dass auch nach den 14 Wochen kein Arbeiten möglich ist, besteht das Recht auf Elternzeit. Sie kann bis zum dritten Lebensjahr des Kindes andauern. Diese Zeitspanne variiert je nach Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. Auch hier gilt der Kündigungsschutz für Schwangere. Bezahlt wird die Elternzeit hingegen nicht. Es handelt sich um eine Variante des unbezahlten Urlaubes. Elterngeld bezahlt in dieser Zeit der Staat.

Über den Autor:

Auf diesen Blog finden Sie ein Firmenverzeichnis und Beiträge rund um Businessthemen, wie Karriere, Finanzen, Recht und Bildung.
Datenschutzinfo